Die Ukraine im Würgegriff

Russlands Krieg gegen die Ukraine: 8.-21. Oktober 2026

Nikolay Mitrokhin, 22.10.2026

Die Lage an der Front hat sich im Spätsommer und Herbst 2026 günstig für die Ukraine entwickelt. Dies hilft der Ukraine jedoch wenig. Die Gesamtsituation hat sich massiv verschlechtert. Russlands massiv ausgeweitete Luftangriffe führen zu erheblichen Zerstörungen nahezu im gesamten Land. Nun kommt ein neuer Konflikt mit den USA hinzu, von deren Unterstützung die Kriegsführung der Ukraine abhängig ist.

Der Konflikt begann offenbar Mitte August, als der US-Präsident den ukrainischen Präsidenten Zelens’kyj immer nachdrücklicher dazu drängte, die Angriffe auf Raffinerien, Öllager und Pipelines in Russland einstellen zu lassen. Die ersten Aufforderungen erfolgten auf diplomatischem Weg, dann verlangte Trump die Einstellung der Angriffe öffentlich. Als Zelens’kyj auch darauf nicht reagierte, kam es zum Eklat.

Anfangs ging es noch ausschließlich um die Luftangriffe auf die Ölanlagen und auch nur um deren kurzfristige Einstellung bis zu den Zwischenwahlen in den USA Anfang November. Mittlerweile ist von einer Einstellung des Kriegs zu den Bedingungen Moskaus die Rede, auf die sich möglicherweise die USA, China und Russland einigen, ohne die Ukraine und ihre europäischen Unterstützer zu fragen. Ort für Verhandlungen soll der APEC-Gipfel im chinesischen Shenzhen Mitte November sein. Das Umfeld Trumps verbreitet zugleich die Botschaft, Zelens’kyj werde wegen der systemischen Korruption in seinem Apparat und seinem privaten Interesse an einer Fortführung des Kriegs nicht mehr als zuverlässiger Partner der USA betrachtet. Alex Bruesewitz, ein „Medienberater“ des Präsidenten, schrieb etwa auf X: „Präsident Trump hat recht. Zelens’kyj hat kein wirkliches Interesse an einem Ende des Kriegs. Wahrscheinlich weil sein innerer Kreis offenbar mehr als je zuvor profitiert, während einfache Ukrainer enorm leiden. Ein schändliches Verhalten.“[1]

Solchen Behauptungen haben die Korruptionsskandale der letzten anderthalb Jahre Vorschub geleistet. Bei diesen stellte sich heraus, dass Zelens’kyjs Geschäftspartner aus der Zeit vor seiner Präsidentschaft, die sich weiter in einem engsten Umfeld befanden, mindestens 100 Millionen US-Dollar aus dem Energiesektor auf private Konten geleitet haben. Die meisten zentralen Figuren des Skandals, insbesondere Timur Mindič, nach dem der größte Skandal den Namen Mindičgate erhielt, konnten nach der Aufdeckung unbehelligt ins Ausland entfliehen. Dem ebenfalls involvierten langjährigen Leiter der Präsidialadministration Andrij Ermak legte ein Gericht Einschränkungen bei der Bewegungsfreiheit auf, diese wurden jedoch Anfang August 2026 weitgehend aufgehoben. Anfang Oktober wurde die vormalige stellvertretende Leiterin der Präsidialadministration Iryna Mudra gegen eine Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen.

Bereits Mitte September war der Generalstaatsanwalt Ruslan Kravčenko ins Ausland geflüchtet, nachdem sich Hinweise verdichtet hatten, dass er seine schützende Hand über betrügerische Call-Center gehalten hatte. Zudem hat das mit Zelens’kyjs früheren Geschäftspartnern verbundene Unternehmen Fire Point Milliardenbeträge aus westlicher Finanzhilfe für die Entwicklung und Produktion von Drohnen und Raketen erhalten, welche die Erwartungen nur teilweise erfüllen. Der schwere Marschflugkörper „Flamingo“ beispielsweise wird nur in kleinen Stückzahlen von rund zwei Dutzend pro Monat produziert und ist überdies technologisch bereits wieder veraltet, weshalb Russlands Luftabwehr die meisten der anfliegenden Geschosse abfangen kann. Ballistische Raketen, von denen Zelens’kyj sprach, ohne Belege vorzulegen, gibt es allenfalls in kleinsten Stückzahlen für Testeinsätze.

Entscheidend ist nicht eine objektive Beurteilung der Ausmaße der Korruption und der Leistungsfähigkeit der ukrainischen Rüstungsindustrie, sondern die Einschätzung, zu der die US-Führung kommt. Diese ist ganz offensichtlich der Ansicht, dass die Drohnenangriffe auf den russländischen Ölsektor und die Luftschläge mit ballistischen Raketen und Marschflugkörpern auf Unternehmen des Rüstungssektors nicht zielführend im Sinne amerikanischer Interessen sind. Zudem fordert Washington im Zusammenhang mit den Korruptionsvorwürfen im Einklang mit Moskau nun erneut Neuwahlen in der Ukraine.

Die Europäische Union und die meisten NATO-Staaten unterstützen Zelens’kyj weiter. Das Problem besteht jedoch darin, dass dies der Ukraine wenig hilft. Ohne Unterstützung der USA kann sie den Krieg nicht fortsetzen. Sie ist sowohl für die GPS-Lenkung von Raketen und Drohnen als auch für die Truppenführung von US-Aufklärungsdaten abhängig. Gleiches gilt für Ersatzteile und Munition, etwa Raketen für die „Patriot“-Systeme. Dieses ist nach wie vor das einzige unter den der Ukraine zur Verfügung stehenden Luftabwehrsystemen, mit dem ballistische Raketen und Hyperschallraketen abgefangen werden können. Es geht nicht um die Finanzierung – die EU-Staaten und andere europäische Verbündete der Ukraine bezahlen schon seit Amtsantritt von Trump die US-Waffen für die Ukraine. Es geht darum, dass die US-Führung über den Verkauf entscheidet und dies auf der Basis ihrer politischen Erwägungen tut.

Mittlerweile ist auch bekannt, in welchem Umfang die USA zuletzt noch Patriot-Raketen lieferten: 12 Stück pro Monat.

Dies reicht – zumindest nach der US-Einsatzdoktrin – um sechs ballistische Raketen abzufangen – soviele wie Russland oft in einer Nacht abschießt. Mit größeren Lieferungen ist erst nach einer Ausweitung der Produktionskapazität im Jahr 2030 zu rechnen. Nun treffen wegen des politischen Zerwürfnisses zwischen Kiew und Washington jedoch überhaupt keine Raketen mehr ein.

Unklar ist, warum die Geschwindigkeit der mit Starlink-Terminals des Unternehmens SpaceX ausgestatteten ukrainischen Abfang- und Angriffsdrohnen seit einiger Zeit auf 130-160 km/h reduziert ist. Die USA behaupten zum einen, Computerprobleme würden dazu führen, dass die Verbindung zwischen den Servern und den GPS-gesteuerten Drohnen bei höheren Geschwindigkeiten abbreche. Zum anderen heißt es, die ukrainische Armee habe nur Verträge für die kommerzielle Nutzung von SpaceX, nicht aber für die militärische Version Starshield.

Damit wäre nicht die US-Regierung für die Drosselung verantwortlich, sondern das Unternehmen von Elon Musk – was wiederum dieser bestreitet.

Zelens’kyj macht den US-Präsidenten verantwortlich. Zudem beklagt die Ukraine, dass die USA sie nicht mehr über den Start ballistischer Raketen in Russland informieren würden, so dass keine Frühwarnung mehr möglich ist.

All dies zeigt, dass die USA die Instrumente auf den Tisch legen, mit denen sie die Ukraine bestrafen kann, wenn Kiew Aufforderungen wie jener zur Einstellung der Angriffe auf die Ölanlagen in Russland nicht nachkommt. Es stellt sich die Frage, ob das, was die Ukraine mit den Angriffen auf die Raffinerien und Öllager erreicht hat, in einem angemessenen Verhältnis zu dem Schaden steht, den sie nicht nur an den Beziehungen zu den USA verursacht haben.

Die Angriffe auf Russlands Ölindustrie – eine Zwischenbilanz

Die Ukraine greift seit langem Raffinerien, Öllager, Tanker, Pipelines und Ölverladeterminals in Russland an. Erst seit Juli 2026 tut sie dies jedoch systematisch. Gleichzeitig begannen die Luftkampagnen gegen Logistikzentren, gegen die Infrastruktur für den Getreideexport im Schwarzmeerraum, gegen die Energieinfrastruktur und den LKW-Verkehr in den besetzten ukrainischen Gebieten (insbesondere auf der Krim). Die Angriffe auf die Logistikzentren des Unternehmens Wildberries und die Energieinfrastruktur hat die Ukraine Mitte September eingestellt, ohne dass es dazu eine offizielle Verlautbarung gegeben hätte. Lagerhallen des zweiten großen russländischen Versandunternehmens Ozon wurden seltener angegriffen. Nachdem im September das dritte solche Lager getroffen worden war, wurden auch sie eingestellt, am 18. Oktober schlugen dann jedoch in einem Logistikzentrum dieses Unternehmens in Sankt Petersburg Drohnen ein.

Die monatlichen Statistiken des Telegram-Kanals Oko Gora (Horusauge) erlauben es, die Prioritäten der ukrainischen Armeeführung bei Angriffen auf Ziele in Russland zu identifizieren. Im Juli 2026 wurden 65 Ziele von Drohnen angriffen, 29 waren Anlagen der Öl- und Gasindustrie – Häfen und Schiffe nicht eingerechnet –, vier der Rüstungsindustrie und drei (einschließlich Flugplätze) der Armee zuzuordnen. Im August wurden bei 70 Angriffswellen 23 Raffinerien und ähnliche Anlagen ins Visier genommen sowie ebenfalls 23 Logistikzentren; daneben acht Hafenanlagen, zwei Umspannwerke, neun militärische Objekte und fünf Rüstungsunternehmen. Im September schließlich galten von 54 registrierten Angriffen 20 Raffinerien und Öllagern, zwei Heizkraftwerken, acht Hafenanlagen, zehn Rüstungsunternehmen, 15 militärischen Zielen und nur zwei Logistikzentren. Vierzig Prozent der Angriffe entfielen also in diesen drei Monaten auf Anlagen der Öl- und Gasindustrie, weniger als ein Viertel zusammengenommen auf militärische Ziele und Objekte der Rüstungsindustrie. Seit Mitte August haben – möglicherweise nach dem Wechsel an der Spitze des ukrainischen Verteidigungsministeriums und der Armee – die Angriffe auf Logistikzentren deutlich nachgelassen, jene auf militärische Objekte und Rüstungsunternehmen in gleichem Maße zugenommen. Dies zeugt davon, dass die ukrainischen Streitkräfte keinem Dogma folgen, sondern die Strategie rasch geändert werden kann.

Die Bilanz der bisherigen Angriffe ist ernüchternd. Die Angriffe auf Raffinerien haben zwar im August zu einem Treibstoffmangel in Russland geführt. Die Hoffnung der ukrainischen Führung, dass dies mehr als nur etwas Unmut in der russländischen Bevölkerung auslösen würde und der Ärger sich gegen das Regime richten würde, hat sich jedoch nicht erfüllt. Zudem sind die Kapazitäten des Sektors so groß, dass die Unternehmen nach Drohneneinschlägen die Schäden rascher beseitigen konnten, als die Ukraine mit neuen Angriffen weitere Anlagen lahmlegen konnte. Im September sank mit dem Auslaufen der Erntesaison die Nachfrage nach Diesel. Seitdem ist in den meisten Regionen von dem durch die Angriffe im Juli und August verursachten Treibstoffmangel kaum mehr etwas zu spüren.

Ebenso unerfüllt ist die Hoffnung geblieben, Russlands Einnahmen aus dem Ölexport zu mindern und so die Wirtschaft und die Rüstungsproduktion massiv zu schwächen. Dies ist zweifellos ein mittel- bis langfristiges Ziel. Allerdings sind die Rückwirkungen des Versuchs unmittelbar – und fatal für die Ukraine. Zum einen wegen der Reaktion der USA, die nicht unerwartet kam: Nicht nur hatte Trump Zelens’kyj aufgefordert, die Angriffe einzustellen; auch die Sanktionspolitik der westlichen Staaten war nicht ohne Grund zurückhaltend, so dass klar war, dass es diesen nicht gefallen wird, wenn die Ukraine die Sache selbst in die Hand nimmt.

Schließlich ist das Ansinnen fehlgeschlagen, Russland zu drohen und mit der Aussicht auf weitere solche Angriffe zu einem wechselseitigen Verzicht auf Luftschläge gegen den Energiesektor zu bringen. Putin hat im September erklärt, Russlands Angriffe würden ausgeweitet. Genau dies ist geschehen.

Die Lage in der Ukraine

Bis Juni 2026 wurde der Luftkrieg nach informellen Regeln geführt, die Putin diktiert hatte und die entsprechend zum Nachteil der Ukraine waren. Aber immerhin gab es Beschränkungen. Diese sind nun gefallen. Seit August greift Russland ohne jede Zurückhaltung große Objekte aller Art in der Ukraine an. Der ukrainische Ministerpräsident Serhij Korec’kyj bezifferte Mitte Oktober die im Jahr 2026 entstandenen Schäden durch Russlands Luftangriffe auf 7,7 Milliarden Dollar.

Lagerflächen und Produktionshallen im Umfang von einer Million Quadratmeter seien zerstört worden.

Alle wichtigen Lager der großen Logistikunternehmen in Kiew und Dnipro sind abgebrannt. Seit Anfang Oktober greift Russland auch Verteilungszentren im Westen der Ukraine an – etwa in den Gebieten Chmel’nyc’kyj, Rivne und Ivano-Frankivs’k.

Nach drei Tagen massiver Angriffe läuft die Stromversorgung bereits jetzt im „Winterplan“ mit regelmäßigen Abschaltungen, um einen Zusammenbruch des Netzes zu verhindern. Teilweise kommt es bereits zu ungeplanten Notabschaltungen. Auch die Brücken über den Dnipro in Kiew, Dnipro und Zaporižžja sind jetzt Ziel von Drohnen- und Raketenangriffen. Der Betrieb der U-Bahn in Kiew, die vier Kriegsjahre ohne größere Einschränkungen arbeitete, steht zumindest teilweise in Frage. Zum einen fehlt es an Strom, in Kiew gibt es kein einziges unbeschädigtes Kraftwerk mehr. Zum anderen zerstören die Angriffe auf die Brücken sowohl die Schienen als auch die Stromleitungen. Die Angriffe auf die Zollabfertigungsanlagen nach Rumänien, Moldova und Polen gehen weiter.

Auch die Eisenbahn ist mittlerweile sehr stark betroffen, auch im Westen der Ukraine. Mehr als 500 Lokomotiven wurden zerstört oder beschädigt, Bahnhöfe westlich von Kiew werden systematisch attackiert. Gehen die Angriffe weiter, wird der Zugverkehr früher oder später eingestellt werden müssen. Die Zahl der Verbindungen zwischen dem Osten und Nordosten des Landes und Kiew ist bereits deutlich verringert worden. Anstelle des Eisenbahnverkehrs sind Busse getreten, aber auch solche werden immer wieder zum Ziel von Drohnenattacken.

Die Lage an der Front

All dies kann kaum anders denn als strategische Niederlage der Ukraine gewertet werden – während sich zur gleichen Zeit die Lage an der Front für die ukrainischen Truppen fast überall verbessert hat. An acht der zehn zentralen Abschnitte gibt es Geländegewinne. Meistens werden dort kleinere Infanterietrupps der Okkupanten vertrieben, die versucht hatten, die graue Zone zu verschieben. Manche der Erfolge werden erst jetzt verkündet, haben sich jedoch bereits vor drei oder vier Wochen ereignet. Größere aktuelle Geländegewinne gibt es kaum, um allenfalls einen Kilometer pro Woche können die ukrainischen Truppen das zuvor umkämpfte und nun von ihnen kontrollierte Gebiet vorschieben.

Weniger eindeutig ist die Lage allerdings an den beiden anderen wichtigen Frontabschnitten. Die Angaben der Kriegsparteien stehen sich diametral entgegen. In Moskau rapportierte Generaloberst Nikiforov dem Oberkommandierenden Putin, im Nordosten des Gebiets Charkiv

habe die Armeegruppe Nord bei der Operation „Bärenwinkel“ (Medvežij ugol) in einer ersten Phase bis Ende August die große Siedlung Bilyj Kolodjaz‘ eingenommen und zehn ukrainische Bataillone mit rund 2000 Mann eingekesselt. In den folgenden zwei Monaten seien diese Truppen vollständig aufgerieben worden. Beweismaterial wurde nicht vorgelegt. Ukrainischen und proukrainischen Quellen zufolge sind die ukrainischen Truppen nicht eingekesselt, allenfalls hätten sich kleine Trupps der Okkupationsarmee an drei Abschnitten in diesem Raum einige Kilometer ins Niemandsland zwischen den Stellungen festgesetzt.

Moskauer Angaben zufolge hätten die eigenen Truppen auch das im westlichen Donbass gelegene Dobropillja „befreit“ und dabei u.a. 200 Unterstände ukrainischer Drohnenführer zerstört. Auf den Karten des ukrainischen Dienstes Deepstate ist die Kleinstadt weiter unter ukrainischer Kontrolle.

Der Kommandeur der ukrainischen Truppen für unbemannte Systeme, Robert „Madjar“ Browdi behauptete hingegen, alleine im Raum Pokrovs’k-Dobropillja seien in den ersten drei Septemberwochen 4000 russländische Soldaten durch Drohnenattacken getötet oder verwundet worden, die Gesamtverluste an diesem Frontabschnitt seien noch höher. Im Oktober seien die Verluste weiter stark gestiegen, allein in den ersten fünf Oktobertagen seien an allen Frontabschnitten 2699 Männer getötet oder schwer verletzt worden.

Wenngleich sich die Angaben nicht im Einzelnen prüfen lassen, so zeigen diese Zahlen doch, dass die Frage einer zweiten Einberufungswelle in Russland, die bereits unmittelbar nach der Abstimmung über die Duma-Besetzung Mitte September erwartet worden war, nicht vom Tisch ist.

Aus dem Russischen von Volker Weichsel, Berlin

Hinweis zu den Quellen: Die Berichte stützen sich auf die Auswertung Dutzender Quellen zu den dargestellten Ereignissen. Einer der Ausgangspunkte sind die Meldungen der ukrainischen sowie der russländischen Nachrichtenagenturen UNIAN und RIA. Beide aggregieren die offiziellen (Generalstab, Verteidigungsministerium, etc.) und halboffiziellen Meldungen (kämpfende Einheiten beider Seiten, ukrainische Stadtverwaltungen, etc.) der beiden Kriegsparteien. Der Vergleich ergibt sowohl übereinstimmende als auch widersprüchliche Meldungen und Darstellungen.

Zur kontrastierenden Prüfung ukrainischer Meldungen wie jene von Deep State – werden auch die wichtigsten russländischen Telegram- und Livejournal-Kanäle herangezogen, in denen die Ereignisse dieses Kriegs dargestellt und kommentiert werden, darunter „Rybar’“ (https://t.me/rybar), Dva Majora (https://t.me/dva_majors), und „Colonel Cassad“ (Boris Rožin, https://colonel cassad. livejournal.com/). Wichtige Quellen sind auch die Berichte, Reportagen und Analysen der Novaja Gazeta Europe. Ebenfalls berücksichtigt werden die täglichen Analysen des Institute for the Study of War (www.understandingwar.org), das auf ähnliche Quellen zurückgreift.


[1] https://x.com/alexbruesewitz/status/2111934362082034033