Angst als Antrieb und Blockade
Deutsche „Kulturkader“ im Bann des Stalinismus
Abstract in English
Abstract
Angst war in der stalinistischen Sowjetunion das bestimmende Lebensgefühl, auch unter den deutschen „Kulturkadern“, KPD-Mitgliedern aus dem Kulturbereich, die im „Vaterland der Werktätigen“ Zuflucht vor den Nationalsozialisten gesucht hatten. Sie erwarteten dort die Erfüllung der kommunistischen Verheißungen, doch die Realität sah anders aus. Angst, als Herrschaftstechnik eingesetzt, steuerte ihr Verhalten zwischen Unterwerfung und Überhöhung, Aggression und Faszination. Unbedingte Parteidisziplin sollte gegen alle Anfechtungen und Zweifel an der kommunistischen Idee schützen.
(Osteuropa 7/2026, S. 5784)


