Global City und autoritärer Urbanismus
Moskau im Fokus der Stadtforschung
Abstract in English
Abstract
In Moskaus Stadtentwicklung seit 1991 spiegelte sich zunächst der Übergang vom Zentrum des Weltkommunismus zu einer international wettbewerbsfähigen Metropole im globalisierten Kapitalismus. In seiner funktionalen Differenzierung und sozialräumlichen Struktur ähnelte Moskau Global Cities wie New York und London. Doch unter der Ägide des kremlnahen Bürgermeisters Sergej Sobjanin gewinnen vermeintliche Gemeinsamkeiten eine andere Qualität: Die Stadtentwicklung und das urbane Leben in Moskau werden zu einer Ressource der Macht, sie dienen der Legitimation autoritärer Herrschaft.
(Osteuropa 7/2026, S. 95120)


