Von „Falken“ und „Raketen“
Militärisch-patriotische Erziehung im Krieg
Aleksander Palikot, Jerzy Sobotta
Abstract in English
Abstract
Seit Russlands Großinvasion im Februar 2022 sind militärische Übungen für Millionen ukrainischer Bürger Normalität geworden. Das gilt auch für Kinder und Jugendliche. Sie können mittlerweile zwischen diversen „militärisch-patriotischen“ Ferienlagern und ähnlichen Aktivitäten wählen. Vermittelt werden dort neben Wehrsport und Erster Hilfe auch nationales Selbstbewusstsein und bürgerschaftliches Engagement. Auch Kadettenschulen erfreuen sich in der Ukraine wachsender Beliebtheit. Die Militarisierung der Jugend scheint unaufhaltsam. Doch anders als in den von Russland besetzten Gebieten, wo Kinder zu paramilitärischen Aktivitäten gezwungen werden, sind entsprechende Programme in der Ukraine freiwillig. Für ihre Teilnehmer haben sie oft therapeutische Funktion, für die Gesellschaft im Krieg sind sie von strategischer Bedeutung.
(11-12/2025, S. 131142)


