Titelbild Osteuropa 1-2/2026

Aus Osteuropa 1-2/2026

Schwankungen und Spannungen
Innen- und Außenpolitik im Südkaukasus

Uwe Halbach


Abstract in English

Abstract

Die Lage im Südkaukasus bleibt fluide. In Georgien setzt die Regierungspartei „Georgischer Traum“ ihren autoritären Kurs fort. Außenpolitisch hat sie die Annäherung des Landes an die EU beendet und sucht neue Nähe zu Russland. Das stößt auf erhebliche gesellschaftliche Proteste. In Armenien polarisiert der Friedensprozess mit Aserbaidschan. Kritiker werfen Ministerpräsident Paschinjan „Kapitulation“ und „Verrat“ vor. Baku verschärft die Lage durch kaum annehmbare Forderungen. Gleichzeitig verändert sich die internationale Konstellation. Einiges deutet darauf hin, dass Russland seine Rolle als Hegemon verliert. Dagegen gewinnt die Türkei wirtschaftlich, politisch und militärisch an Einfluss. Die EU sollte dem Südkaukasus in ihrer Nachbarschafts- und Erweiterungspolitik weiterhin Aufmerksamkeit schenken.

(Osteuropa 1-2/2026, S. 101–124)